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Gedenken an Erwin Tinz 2016

Am Samstag, den 10.12.2016 findet in Theaternähe eine Kundgebung zum Gedenken an Erwin Tinz statt. Er war ein wohnungsloser Mensch, der sich meist vor dem Mainzer Theater aufhielt. Er wurde am 11.12.1980 von der Mainzer Polizei in die Weinberge von Nackenheim verschleppt und dort sich selbst überlassen. Hilflos und ohne seine Krücke verstarb er in der darauffolgenden Nacht…

Wir, die Erwin-Tinz Gedenkgruppe, werden am Samstag ab 11:30 Uhr an der Alten Universität (Nähe Bushaltestelle Höfchen) zu finden sein. Später, wenn der Wochenmarkt vorbei ist, werden wir bis 17:00 Uhr vor dem Theater sein, dort, wo Erwin die meiste Zeit gewesen ist.

Unterstützer:
Jenny-Marx-Club Mainz, ARAK – Antirassistischer Arbeitskreis Mainz, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) OG Mainz, LINKE HILFE Mainz e.V.

Sommerfest der LINKEN HILFE Mainz

Liebe Freundinnen und Freunde der LINKEN HILFE Mainz,

wir laden Euch recht herzlich zum Sommerfest der LINKEN HILFE Mainz e.V. ein!

Das Fest findet am Samstag, den 03.09.2016 ab 13:00 Uhr auf dem Goetheplatz in der Mainzer Neustadt statt.

Es wird wie immer etwas Leckeres zum Grillen und Trinken geben. Mitbringsel (Salate, feine Tropfen, Kuchen, Spenden etc.) sind gerne gesehen, aber natürlich kein Muss.
Dieses Jahr feiern wir in entspannter Atmosphäre ohne festes Programm und freuen uns auf schönes Spätsommerwetter!

In hoffnungsvoller Erwartung

Eure LINKE HILFE Mainz e.V.

AufRecht bestehen, Mainzer!

Das Mainzer Aktionsbündnis Jeden-Monat-Demo wird am Mittwoch, den 10. März 2016 in der Zeit von 10 bis 14:00 Uhr den „AufRecht bestehen“-Aktionstag begehen. Wir haben geplant – und zwischenzeitlich schon fernmündlich bestätigt bekommen –, die Aktion auf dem Gutenbergplatz / Theaterseite durchzuführen.

Wir wenden uns gegen die mittlerweile ins gesetzgebungsverfahren eingeleitete „Rechtsvereinfachung“ bei Hartz IV, wegen der gravierende Verschlechterungen drohen, da der eupehmistische Begriff nicht auf vereinfachten Zugang zu Grundrechten verweist, sondern auf verschärfte Entrechtung der Betroffenen und erleichterten Durchgriff für die Jobcenter. Statt einer dem Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums entsprechenden Entschärfung der Sanktionen sieht der Gesetzesentwurf in Gestalt von „Leistungsrückforderungen wegen sozialwidrigen Verhaltens“ eine neue Sanktionsform, vor allem aber verschärfte Sanktionen vor. Damit darf die Regierung nicht durchkommen! Dagegen machen wir mobil!

Gedenken und Gedanken zum 35. Todestag von Erwin Tinz

Wir gedenken unseres Mitbürgers Erwin Tinz.

Die Vorgeschichte des Menschen Erwin Tinz ist weitgehend unbekannt. In seiner Wahlheimat Mainz lebte er als wohnungsloser Nomade im städtischen Raum. Sein angestammter Platz war vor dem Mainzer
Theater. In kalten Nächten legte sich Erwin auf den warmen Abluftschächten eines benachbarten Kaufhauses zum Schlafen.

Als Charakter war Erwin vielen Mainzern eine bekannte Persönlichkeit. Er hatte keine Berührungsängste, sondern legte seinen Mitmenschen gegenüber eine durchaus offene und kommunikative Art an den Tag.
Erwin ergänzte durch seine Präsenz das Stadtbild um einen wichtigen Aspekt. Er versteckte seine Armut nicht. Er war im Grunde eine tägliche Herausforderung an das solidarische Sozialverhalten seiner
Mitmenschen.

Am Donnerstagnachmittag des 11. Dezember 1980, wurde Erwin von der Mainzer Polizei abgeholt. Seine Krücken und sein Einkaufswagen mit seinem spärlichen Hab und Gut blieben vor dem Theater zurück. Die Polizei fuhr Erwin weit über die Stadtgrenze hinaus, bis nach Nackenheim…

Auf einem Nackenheimer Weinbergsweg wurde er am nächsten Morgen tot aufgefunden.
Viel zu früh, im Alter von 57 Jahren, ist er gestorben.

Es tun sich Widersprüche in dieser Geschichte auf. Einerseits, das fröhlich-familiär gestimmte bunte Treiben auf dem Weihnachtsmarkt. Andererseits das einsame isolierte Leid und Sterben eines Mitbürgers.

Zu diesem Vorgang gibt es viele Fragen:

  • Warum wurde Erwin Tinz abgeholt?
  • Warum wurde Erwin Tinz im städtischen Raum nicht geduldet?
  • Warum brachte man ihn so weit weg, bis über die Stadtgrenzen hinaus?

Das Gerichtsverfahren endete nach zwei Instanzen mit Geldstrafen gegen drei Polizisten von je 40 Tagessätzen wegen Freiheitsberaubung. Das Gericht verneinte die Kausalität zwischen der unmenschlichen Handlungsweise der Polizisten und dem Tod unseres Mitbürgers Erwin Tinz.

Erwin Tinz wurde Opfer einer Vertreibungspraxis, die weltweit im städtischen Raum zu beobachten ist.
Vielfach wird das städtische Leben bloß noch auf Warenkonsum, der Erbringung von Lohnarbeit und kommerzialisiertem Tourismus ausgerichtet.

Unangepasstes Verhalten wird bestraft. Dies trifft aber nicht nur auf wohnungslose Menschen zu, sondern auf alle Menschen, die sich nicht allein durch das erwünschte verwalterische Raster der Regierenden erfassen lassen.

Warum scheint kein Platz für Menschen wie Erwin Tinz in unserer gesellschaftlichen Mitte da zu sein?

Obwohl doch alle EinwohnerInnen diesen sozialen Platz des öffentlichen Raums selbst bestimmt mitgestalten können?

Nicht konsequent zu Ende gedachte und unverantwortliche Übergriffe der Polizei stoßen die Tür auf, für Gewalt durch Neonazis gegenüber Obdachlosen und anderen schwachen Minderheiten.

Wir können etwas tun.

Lasst uns nachdenken und miteinander diskutieren.

Wir weisen auf unsere Aktion am Freitag, den 11.12.2015 von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr, dem Todestag von Erwin Tinz, in Theaternähe hin.

Jenny-Marx-Club Mainz, ARAK – Antirassistischer Arbeitskreis Mainz, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Mainz, LINKE HILFE Mainz e.V.

Sommerfest der LINKEN HILFE Mainz

Am Samstag, den 1. August 2015 von 11 bis 22 Uhr feiert die LINKE HILFE Mainz e.V. ihr Sommerfest auf dem Goetheplatz in der Mainzer Neustadt. Für den Grill ist gesorgt und ebenso für geeignetes Wetter (leichte Bewölkung bis angenehme 26 Grad Celsius und max. 20 Prozent Niederschlagsrisiko). Wir freuen uns auf Euch!